Depression Wer kennt
das nicht? Es fehlt einem der Schwung, man möchte am liebsten nichts tun,
nichts denken, nur einfach alleine sein. Was ist das
Depression? Ist das schon Depression?
Heutzutage geht man davon aus, das viel mehr Menschen an Depression
leiden als in den meisten Fällen bekannt ist. Der behandelnde Arzt oder Ärztin
und selbst die Betroffenen wissen manchmal nicht wie sie es benennen sollen, sie
wissen nur, etwas ist anders, fühlt sich anders an als früher. Ist das schon Depression
? Bin ich krank? Mir fehlt doch nur ein wenig der Schwung. Was ist das Depression?
Depression
kommt aus dem lateinischen und heißt „herabdrücken“ (deprimiere). Schon im
Altertum war der Begriff der Melancholie bekannt, ein Wort was sich heute in der
Umgangssprache noch verbreitet, in der Fachwelt jedoch wenig benutzt
wird. Stimmungen der Depression sind bekannt und beschrieben, seitdem es Menschen gibt.
Thematisiert in der Literatur und in der Musik in allen Kulturkreisen. Die
Tendenz an Depression zu leiden scheint gerade in Industrienationen zunehmend zu sein. Möglicherweise
spielen hier die zunehmende Vereinzelung und Isolierung in unserer Gesellschaft
eine Rolle. Aber auch das offene
Umgehen mit diesem heiklen Thema Depression bringt es mehr in das Bewusstsein der Menschen. Menschen
des öffentlichen Lebens, wie Politiker, Angehörige von Königshäusern oder
berühmte Schriftsteller und Musiker usw., die Liste ließe sich weiter fortführen,
bekennen sich zu Stimmungen, die sie Depression nennen. So scheint das Stille Leiden offener zu werden. Dennoch
wissen viele Menschen nicht ihre Stimmung, das was sie fühlen, zu benennen. So sind
die Erscheinungsbilder der depressiven Verstimmung vielfältig. Zunächst
muss man mit Vorurteilen aufräumen. Wir alle
wissen, das der Mensch keine Maschine ist. Alles, was uns berührt, berührt die
Seele und den Körper. Jeder kennt das Gefühl von Anspannung, z. B. vor einer
Prüfung, und die körperlichen Reaktionen darauf, wie häufige Toilettengänge,
innere Unruhe bis hin zur Unfähigkeit still zu sitzen. Oder, wie häufig bei Depression,
Wichtig
zu wissen ist, das es verschiedene Grade von Depression
gibt. So ist jeder mal in seinem Leben traurig, schwunglos oder möchte sich
alleine irgendwo hin verziehen. Solche Stimmungen sind nicht krankhaft, oft ist
das Gegenteil der Fall. Solches Innehalten ist oft sehr wichtig, um eigene
Empfindungen und Meinungen zu bemerken. Es muss
sehr individuell entschieden werden, ob eine Stimmung Fachhilfe benötigt, oder
ob es sich um eine Verstimmung
handelt, wo sich der oder die Betroffene selbst wieder hoch hilft. Aber manchmal
sehen es die Außenstehenden eher, das hier Fachhilfe angezeigt ist, das es sich
um eine Depression handelt, als der
Mensch selbst.
Warum?
Symptome der depressiven Verstimmung können sein: ☻Bei einer Depression wiederholen sich ständig die gleichen Gedanken, manchmal
obwohl die nachvollziehbare Realität anders ist. So zum Beispiel Überängstlichkeit
bezüglich nahe stehenden Personen (das ihnen etwas zustößt), oder das Gefühl
von niemanden mehr gemocht zu werden, ein Klotz am Bein der Anderen zu sein. ☻Bei einer Depression richtet sich die Wahrnehmung und das Gefühl, sowie die
Aufmerksamkeit deutlich mehr nach
innen und weg von der Außenwelt, weg von den Anderen. So werden Gespräche
immer einsilbiger und verstummen vielleicht ganz, auch andere Kommunikation nach
außen, wie Körpersprache und Anteilnahme an Lebensereignissen, werden deutlich
weniger. Die Betroffenen merken es oft nicht, da sie selbst oft ganz vielen
eigene Gedanken nachhängen, wie oben erwähnt. ☻Bei einer Depression werden auch Symbole der Freude, des kulturellen oder
gesellschaftlichen Genusses vernachlässigt. Hier sind neben allgemeinen
sozialen Kontakten, auch Feste, Kino, Theater oder Restaurant- Besuche zu nennen.
Aber auch Friseur, Kleidung und Körperhygiene werden unwichtig oder gar im
ungewohnten Maß vernachlässigt. Wohlgemerkt
auch hier muss das individuelle Maß genommen werden, wichtig ist die
personenbezogene Veränderung im Rahmen des Gesamten Bildes. ☻Bei einer Depression werden Dinge, die einem früher so von der Hand gingen,
plötzlich zu unüberwindbaren Bergen. Alles kostet enorm viel Kraft. Auch
Texte, die man sich spielend behalten konnte, vergisst man schon beim Lesen. Überhaupt
hat mancher das Gefühl, plötzlich zu verdummen und nicht mehr logisch denken oder schnelle Entscheidungen treffen zu können. So ein Empfinden macht
erst mal große
Angst. ☻Bei einer Depression kann das Gefühl müde, zerschlagen zu sein bestehen
bleiben, obwohl mehrere Stunden Schlaf tagsüber und nachts da waren. Angehörige
haben sogar manchmal den Eindruck, das der betroffene Mensch eigentlich
„immer“ im Bett ist und dennoch bleibt das Gefühl des Gerädert – seins. ☻Bei
manchen Menschen signalisiert die Depression
andere, manchmal unverständliche Symptome. So fühlt es sich bei Manchen wie
eine kaum aushaltbare Zerrissenheit an, man möchte sich die Gefühle herausreißen.
Man könnte weinen, schreien, trampeln und zusammensinken, manche tun es auch.
Die Gefühle sind schwer auszuhalten für diese Menschen und für die Angehörigen. Neben
Schlafstörungen, Denkstörungen, das Gefühl der Gefühllosigkeit und
Freudlosigkeit, der Antriebsverminderung sind die Symptome der Depression
sehr unterschiedlich und mischen sich oft mit körperlichen Symptomen und das
die Befindlichkeit sich ganz allgemein verändert.
Die
Fachwelt unterscheidet verschiedene Schweregrade der Depression. 1. die leichte depressive Episode, wo ambulante Psychotherapie sinnvoll ist 2. die mittelgradige depressive Episode, wo stationäre Psychotherapie, d.h. wo der geschützte Rahmen in Verbindung mit professioneller häufiger Psychotherapie sinnvoll ist und 3. die schwere depressive Episode, wo häufig der Übergang zur psychiatrische stationäre Therapie Sinn macht. Die Übergänge sind natürlich fließend. Die Einteilung
– und das ist wichtig – erfolgt nicht darüber ob sich jemand sehr depressiv
fühlt, sondern gewisse Kriterien müssen hier berücksichtigt werden. So zum
Beispiel, ob sich noch jemand selbst pflegen kann oder aus eigenen Antrieb
heraus aufstehen und essen kann. So gesehen ist die Facheinteilung in leichte,
mittelschwere und schwere depressive Episode für den Laien irreführend. Daneben
gibt es noch die so genannte Dysthymia, das ist eine länger andauernde grundsätzliche
depressive Stimmung, ohne dauerhafte stärkere Ausprägung.
Die Frage
nach Therapie, nach Hilfe, nach Aufklärung bleibt noch zu beantworten. Vor der
Therapie hat der Mensch die Diagnose, das heißt die Beurteilung, gesetzt.
Zuerst einmal ist ihr Gefühl und das der nahe stehenden Personen wichtig. Gesprächspartner
sind natürlich auch vertrauensvolle Ärzte, aber auch Seelsorger oder
Psychotherapeuten und ggf. Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen. Natürlich
auch, wie hier, über das Internet. Die
Entscheidung welche Diagnose und ggf. welche Therapie sollten seriöse Fachleute
mit ihnen besprechen. Therapien gibt es so viele wie es Kochrezepte gibt. Und jeder meint seine ist richtig! Grundsätzlich gilt, Fachleute haben viele „Rezepte“ und zwingen niemanden das „einzig Richtige“ auf. Studien haben bewiesen, das so genannte „multimodale“ Ansätze, d. h. um das richtige Konzept zur Therapie in den Händen zu halten, wühle ich in vielen seriösen Schubladen, die besten Heilungschancen hat. Und das in den Händen eines „professionellen“ Therapeuten /in ( - Team). Medikamente
sind oft, in Kombination mit Therapie bei Depression
sinnvoll, von pflanzlichen Stoffen bis zu chemisch hergestellten und erprobten
Medikamenten. Die Auswahl und die
Verordnung gehört jedoch in Fachhände, ebenso die Kontrolle darüber.
Das
Konzept der HABICHTSWALDKLINIK -
KASSEL Fachklinik für
Psychosomatik: Wir
therapieren im Ganzheitlichen Konzept. Unser Blick richtet sich auf den Menschen
als Ganzes. Körperliche Signale sind genauso wichtig wie psychische Signale bei
einer Depression. Erst das gesamte Würdigen
der menschlichen Signale ergibt das Ganze Verstehen. Jeder Einzelne ist da das
Maß an dem es sich zu orientieren gilt.
Wie
machen wir das? Durch die
Aufnahme von medizinisch speziell
geschulten Fachpersonal und durch den psychotherapeutisch ausgebildeten
Therapeuten/in entwickeln wir ein ganzheitliches individuelles Menschenbild, was
gerade dem harmonischen Zusammenspiel von Körper und Seele entspricht. Dabei
sind Ihre Wahrnehmungen wichtig, denn nur so finden wir den gemeinsamen Zugang.
Mitgebrachte Untersuchungen werden
mit Ihnen besprochen und bei Indikation ergänzt. Ihr
„Stammtherapeut/in“ führt sie durch den Klinikaufenthalt. Regelmäßige
Einzeltherapie und Gruppentherapie in „Ihrer“ Gruppe
stützt Sie in der therapeutischen Gemeinschaft. Durch
kontinuierliche Körpertherapie sammeln Sie Erfahrungen in Körperwahrnehmung,
hier werden Sie ihre „alten“ Kräfte entdecken. Begleitende Kunsttherapie
integriert im Rahmen des Gesamtkonzeptes Sinneswahrnehmungen. Das
Erlernen von Entspannungsverfahren, die Ernährungsberatung, die Ergänzung
durch krankengymnastische und balneophysikalische Anwendungen, sowie das
individuelle körperliche Aktivitätstraining ergänzen unser Konzept der
Therapie von Depression. Täglicher
Austausch in einer sehr produktiven und professionellen Arbeitsatmosphäre ermöglichen
gezielt abgestimmte Förderung des Krankheitsverständnis eines jeden Einzelnen
und eine individuell Ressourcen
orientierte Förderung. Unser
schulmedizinische Kompetenz wird durch anerkannte Naturheilverfahren
komplettiert.
Wir holen
Sie da ab, wo Sie mit ihrem Verständnis von Depression
sind.
Das
Ziel
Das Ziel,
das wir uns gesteckt haben, ist ein harmonisches Miteinander von Körper, Seele
und Geist. Ein mit Lebensqualität aus gefülltes Wohlfühlen in der eigenen
Person. Depression ist heilbar. Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit Ihre
Andrea
Sachse
Zur Klärung weiterer medizinischer Fragen und Behandlungs- bzw. Therapiemöglichkeiten steht Ihnen unsere Chefärztin im persönlichen Gespräch gerne zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie zuvor einen Termin in unserer Privatambulanz.
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